Bildungsallianz des Mittelstands fürchtet um Qualität in den Abschlüssen

Berlin – „Die Einführung einer Einheitsschule wäre ein fataler bildungspolitischer Fehler!“, kommentiert die Bildungsallianz des Mittelstands den Vorstoß der GEW, in Sachsen eine Gemeinschaftsschule per Unterschriftensammlung einführen zu wollen.

Eine „Bildungshochburg“, wie Sachsen nach der letzten Pisa-Vergleichsstudie von der Welt bezeichnet wurde, niederreißen zu wollen, sei schier unglaublich. Noch vor zwei Jahren wurden die Schülerinnen und Schüler des Freistaats Sachsen über alle Maßen gelobt. Auch im vergangenen Jahr bestätigte der Bildungsmonitor, eine Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), den Platz 1 im bundesweiten Vergleich. Das ist eindeutig das Ergebnis differenzierter, leistungsorientierter Bildungsgänge, die am Ende zu qualitativen Schulabschüssen führen.

„Dass dieses erfolgreiche System nun durch eine ideologiegeleitete Reform zerstört werden soll, ist mir völlig unverständlich! Selbsternannte Bildungsexperten wollen allem ihren Stempel aufdrücken und ruinieren, was erfolgreich ist – nur, weil es nicht ihrer Idee entspricht!“ kritisiert Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands und stellvertretender Vorsitzender der Bildungsallianz.

„Wir können es uns nicht leisten, die Qualität der Bildungsabschlüsse aufs Spiel zu setzen. Bereits in anderen Bundesländern, in denen die Differenzierung des Bildungssystems aufgegeben wurde, fehlt es auf dem Arbeitsmarkt besonders an geeignetem und qualifiziertem Fachkräftenachwuchs. Die Wirtschaft braucht die mittleren Bildungsabschlüsse, allen voran die Realschule, um die eklatante Lücke an gut vorgebildeten Auszubildenden und Arbeitnehmern zu schließen“, sind sich die Vertreter der Bildungsallianz einig.

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