3. internationaler Tag der Mathematik: Mathematik ist überall

Ob beim Autofahren oder beim Smartphone bedienen – im Alltag kann man kaum auf die Mathematik verzichten. Beim Einkaufen, beim Banktermin oder bei der alltäglichen Konfrontation mit Statistiken und Zahlen zeigt sich, Mathematik ist überall.

Psychologe Gerd Gigerenzer, Direktor des Forschungsbereichs Adaptives Verhalten und Kognition, zeigt anhand einer Nachrichtenmeldung, dass es wichtig ist, absolutes und relatives Risiko zu unterscheiden: Als vor zwei Jahren die Nachricht publik wurde, dass das Darmkrebs-Risiko je 50 Gramm verzehrtem, verarbeitetem Fleisch am Tag um 18 Prozent steige, bereitete dies einigen Menschen große Sorgen. Absolut betrachtet steigt die Gefahr einer Krebserkrankung aber nur von 5 auf 5,9 Prozent.

Einfache Prozentrechnung oder den Dreisatz zu beherrschen, vereinfacht das Leben enorm und ist oftmals wichtig für den beruflichen Erfolg. Die Stiftung Rechnen betont, dass Mathematik neben Lesen und Schreiben eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, die wir erlernen und ein entscheidender Erfolgsfaktor im beruflichen und privaten Alltag ist. In der Bevölkerung mangelt es vielerorts an den grundlegenden mathematischen Fähigkeiten. Dies beginnt bereits in den Schulen.

Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland lagen 2018 bei der PISA-Umfrage zwar über dem OECD-Durchschnitt, allerdings besteht seit 2012 ein negativer Trend in der Leistungsumfrage. 20 Prozent der Jugendlichen sind als leistungsschwach zu bezeichnen, während nur rund jeder Achte mathematische Bestleistungen erreichte. Unter den Leistungsstarken in Mathematik rechnen doppelt so viele Jungen wie Mädchen damit, im Alter von 30 Jahren als Ingenieur oder Naturwissenschaftler tätig zu sein. Leistungsstarke Mädchen sehen sich eher im Gesundheitsbereich, statt ihrem mathematischen Talent auch beruflich nachzugehen.

An den Hochschulen zeigen sich, was die Studierendenzahl angeht, seit 2003 kaum Veränderungen. So gibt es seit 20 Jahren etwas weniger als 300.000 Studierende der Mathematik und Naturwissenschaften. Allerdings leidet vor allem die Mathematik an einer hohen Abbrecherquote von ca. 80 Prozent.
Auf der anderen Seite hat die Stiftung Rechnen herausgefunden, dass 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler Mathe zum Lieblingsfach erklären. Es ist also Potential vorhanden.

Gut zu wissen:
Der internationale Tag der Mathematik ist eine Anspielung auf die Zahl Pi. Sie ist das Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser. Näherungsweise ergibt Pi 3,14. Daraus folgt in der amerikanischen Datumsschreibweise das Datum 14. März (3/14), welcher der Tag zur Feier des internationalen Tags der Mathematik ist.

Teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.